Anonym im Netz Schütze Deine Identität
  • facebook

exif-metadataEin Bild sagt mehr als tausend Worte. Bilder geben deutlich mehr Informationen preis als der durchschnittliche Text. Wer anonym sein will, wird kaum Bilder von sich selbst oder seiner Wohnung ins Netz stellen. Aber es stecken noch viel mehr unsichtbare Informationen in den Bildern, die sogar die GPS Position der Aufnahme verraten können.

Heute macht fast niemand mehr Bilder mit einer analogen Kamera, entwickelt die Filme und scannt die Bilder danach ein. Viel einfacher und qualitativ besser geht es mit der Digitalkamera oder dem Smartphone. Lädt man jedoch die Bilder unverändert ins Netz, so verraten sie deutlich mehr als nur das, was darauf zu sehen ist. Anhand der EXIF Metadaten lässt sich neben dem Datum, wann das Foto gemacht wurde, meist zumindest auch die verwendete Kamera ermitteln (teilweise inkl. Seriennummer). Moderene Smartphones und Digitalkameras haben meist einen GPS Empfänger an Bord. Mit dessen Hilfe geht nicht nur die Uhr der Kamera immer sekundengenau, sondern im Bild wird auch die Position der Aufnahme gespeichert – Der SuperGAU für die Anonymität.

Was alles in Bilddateien steckt kann man z.B. online hier ausprobieren. Oder man lädt einen EXIF-Viewer aus dem Netz – diesen gibt es auch als Browser Plugin.

Was kann man tun?

  • Zur Beseitigung der Metadaten gibt es verschiedene Tools. z.B. MAT (tails, Linux) oder man benutzt Windows Bordmittel
  • Wer ganz sicher gehen will, öffnet die Bilddatei danach mit einem Binäreditor und sucht nach verräterischen ASCII Spuren
  • Man kann das Bild auf dem Bildschirm darstellen und dann einen Screenshot machen. Diesen in ein Bildverarbeitungsprogramm einfügen und speichern. Allerdings kann es sein, dass das Bildverarbeitungsprogramm eigene Metadaten hinterlässt.
  • Die trifft nicht nur auf Bilder zu sondern im Prinzip auf alle Dateiformate, bei denen man nicht den vollen Überblick hat (also alles ausser Text). Auch Word Dokumente und PDFs können Metadaten enthalten und die Anonymität gefährden.
EXIF Metadaten in Bildern gefährden die Anonymität
5 (100%) 1 vote

Comment (1)

  1. Ann O. Nyma said on 10-02-2015

    “Wer ganz sicher gehen will” öffnet die Datei in Paint (oder dem Medienbetrachter der Wahl) und macht einen Screenshot davon, speichert Diesen und veröffentlicht ihn.
    Warum auf MAT&Co verlassen (nobody is perfect!), anstatt durch Medienbruch sicherzugehen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.