Anonym im Netz Schütze Deine Identität
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WEscrower anonym im Internet Geschäfte macht, steht vor einem Dilemma des Vertrauens. Schickt man dem Geschäftspartner zuerst das Geld? Was wenn dieser die Ware oder Dienstleistung nicht liefert? Der Geschäftspartner stellt sich indessen die gleiche Frage: Wird der Kunde bezahlen oder mit der Ware verschwinden? Gelöst wird dieses Problem gewöhnlich durch einen Treuhänder.

Der Treuhänder muss das Vertrauen beider Handelspartner geniessen. Er nimmt das Geld des Käufers entgegen und verwahrt es. Der Verkäufer liefert die Ware oder Dienstleistung. Ist der Käufer zufrieden, teilt er dies dem Treuhänder mit, der das Geld an den Verkäufer weiterleitet.

Kommt es zu Streitigkeiten, muss der Treuhänder entscheiden, welche der beiden Parteien das Geld bekommt.

Anonyme Geschäfte im Netz werden idealerweise mit Bitcoins oder anderen Kryptowährungen gemacht. Als Treuhänder kommen z.B. grosse Bitcoin Handelsplattformen in Betracht, die den Handel Krypto- gegen Fiatgeld absichern. Wer auf diesen Seiten Bitcoins einzahlt, gibt sie aus der Hand. Bitcoin Transaktionen sind nicht rückgängig zu machen. Der private Schlüssel liegt unter der Kontrolle der Börse oder des Treuhänders. Einmal abgegeben, sind es also nicht mehr meine Bitcoins.

Dies führt in der Praxis zu grossen Problemen. Etablierte Bitcoin Platformen sind ein lohnendes Ziel für Hacker. Bekommen diese auch nur Lesezugriff auf die privaten Schlüssel, so können sie sämtliche Bitcoins entwenden. Ein ebenso grosses Problem ist allerdings, daß Bitcoins von kriminellen Mitarbeitern oder gar Betreibern der Börse veruntreut werden. Es gab in der kurzen Geschichte des Bitcoins schon zahlreiche Fälle dieser Art.

Was kann man tun?what_is_safetx_graphic_5

Bitcoin bietet die Möglichkeit sogenannter Multisig Transaktionen. Dabei gibt es nicht nur einen einzigen privaten Schlüssel zu einer Bitcoin Adresse, sondern z.B. drei. Von diesen werden dann mindestens zwei benötigt, um die Bitcoins zu bewegen. Man spricht dann von 2-aus-3 Multisig.

Sind sich Käufer und Verkäufer einig, so können sie von der Adresse eine Transaktion an den Empfänger generieren und beide signieren. Der Treuhänder braucht nicht in Aktion zu treten.

Kommt es zu Unstimmigkeiten, kann der Treuhänder zusammen entweder mit Käufer oder Verkäufer die Bitcoins freigeben. Wie beim normalen Treuhandsystem kann der Treuhänder also letztendlich die Entscheidung treffen. Er kann aber nicht alleine die Bitcoins veruntreuen. Ebensowenig können Hacker sie stehlen.

Zu Beachten ist jedoch weiterhin die Neutralität des Treuhänders. Macht er mit einer Partei gemeinsame Sachen, so können diese die andere Partei gemeinsam betrügen.

Es geht auch ganz ohne Treuhänder

Man kann auch eine 2-aus-3 Multisig Transaktion erzeugen und den dritten Schlüssel vernichten. Dann müssen sich die beiden Vertragsparteien einig sein, ansonsten sind die Bitcoins auf ewig verloren. Der Gedanke dahinter ist, daß ein potentieller Betrüger keinen finanziellen Vorteil daraus gewinnen kann. Es ist allerdings weiterhin möglich den Partner zu schädigen.

 

 

 

 

Multisig Transaktionen verhindern die Veruntreuung von Bitcoins
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