Anonym im Netz Schütze Deine Identität
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Überweisungsbetrug ist schon lange mehr als nur ein Ärgernis für Online-Händler. Normalerweise kann man als Verkäufer darauf vertrauen, dass eine Überweisung stornofrei ist – also ist das Geld einmal auf dem Konto, so kann es nicht zurückgeholt werden. In der Praxis ist dies aber nicht der Fall! Trotz Verschuldens der Bank, bleibt der Verkäufer nicht nur auf dem Schaden sitzen, sonder verliert in vielen Fällen auch noch sein Konto.Der Überweisungsbetrug funktioniert so: Jemand bestellt eine Ware und bezahlt sie per Überweisung, also Vorkasse. Anstatt von seinem eigenem Konto zu bezahlen, nutzt er aber einen gehackten Onlinebanking-Zugang oder, weit häufiger, wirft einen Überweisungsträger mit gefälschter Unterschrift in den Briefkasten der Bank.

Die Überweisung wird ausgeführt und der Verkäufer versendet die Ware. (hier: die Bitcoins). Nach einigen Tagen oder gar Wochen bemerkt der eigentliche Kontoeigentümer die betrügerische Überweisung und holt sich das Geld von seiner Bank zurück. Diese hält sich anschliessend am Verkäufer schadlos. Der Verkäufer hat zwar Anspruch auf Rückgabe seiner Ware, allerdings ist der Betrüger damit längst über alle Berge. Also obwohl, im Fall von Phishing und Onlinebanking, der Kontoinhaber das ganze verschuldet hat oder im Fall von Papier-Überweisungsträgern, die Bank ihre Prüfpflichten verletzt hat, ist der Verkäufer immer der Dumme, denn er bleibt auf dem Schaden sitzen. Häufen sich solche Vorfäll, kann die Bank das Konto ohne Begründung kündigen, was in einen SCHUFA Eintrag resultiert.

Wie kann man die Überweisungsbetrüger schnappen?

Es sind Fälle bekannt, da wurden der Absender der gefälschten Überweisungsträger an seinen Fingerabdrücken auf dem Papier erkannt. Dies funktioniert allerdings nur, wenn der Täter bereits einmal erkennungsdienstlich behandelt wurde.

Eine weitere Spur kann die Lieferadresse der Waren sein. Bei Bitcoins gibt es eine solche aber nicht. Die Bitcoins sind ausserdem kinderleicht zu waschen, so dass der Täter hier unerkannt bleibt.

Wie kann man als Bitcoin-Verkäufer also verhindern, Opfer eines solchen Betruges zu werden?

  • Nur Handelsplätze verwenden, auf denen das Konto des Käufers oder dessen Identität verifiziert wurde. Dies hebt zwar die angenehme Anonymität auf, aber anonymes Kaufen per Konto geht ohnehin nicht, dafür gibt es andere Wege.
  • Bei Direkthandel und grösseren Summen immer vorsichtig sein und den Partner überprüfen. Falls die Überweisung von einem Konto mit anderem Namen als dem Handelspartner kommt, gilt höchste Alarmstufe.

Generell kann man kaum eine Zahlungsart als stornofrei ansehen. Denn wirklich stornofrei sind nur die Bitcoins selbst.

Achtung: Überweisungsbetrug bei Bitcoin-Verkäufen
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